Notoperation von Luis Alberto geglückt!
Während der Koordination der Hilfsleistungen, die Qué Chido e.V. nach den Erdrutschen der letzten Wochen für die Menschen aus Jocotenango, Los Llanos, Las Victorias und Vista Hermosa organisiert hat, stießen Mitarbeiter des Vereins im Rathaus von Jocotenango auf eine verzweifelte Familie. In dem großen Tohuwabohu von immer noch mehr als 30 Familien (ca. 60 Erwachsene und 100 Kinder) war der zwei Jahre und neun Monate alte Luis Alberto fast untergegangen.
Luis hatte ein mehr als Tennisball großes tumorartiges Gebilde im Bereich der rechten Axel, welches sich von der Brustwarze bis auf den Rücken erstreckte.
Durch die schlechten hygienischen Verhältnisse in der Notunterkunft, entzündete sich das Gebilde, so dass Luis Alberto große Schmerzen und Fieber bekam. Da seine Eltern, Elsa Marina Gonzales und Luis Alberto Cevallos Gonzales durch die Erdrutsche gezwungen waren ihr Haus aufzugeben, blieb Ihnen nichts anderes übrig, als im staatlichen Krankenhaus Hilfe zu suchen. Die Ärzte schätzen die Situation nicht als schwerwiegend ein und verschrieben lediglich Antibiotika in Tablettenform. Luis Eltern kauften die Tabletten, die 170 Quetzal pro Päckchen kosten, ein Preis, der für die Arbeiterfamilie utopisch hoch ist. Doch der kleine Junge konnte natürlich die Tabletten nicht schlucken.
Als Qué Chido Vorsitzende Jasmin-Soray Klenke den kleinen Jungen sah, beschloss Sie sofort zu handeln. "Die Haut über dem Tumor sah schon grau und abgestorben aus," sagte Sie und beschloss den Jungen noch am selben Tag in ein privates Krankenhaus zu bringen.
Die Operationskosten wurden auf etwa 8000 bis 9000 Quetzal geschätzt. Eine Summe die unbezahlbar für die Eltern ist. Nach einem intensiven Gespräch mit dem Chirurgen der Klinik, erreichte Jasmin für Luis, dass die Operation noch am selben Tag durchgeführt werden konnte. Doktor Carreras operierte zusammen mit einem Kollegen, der in Windeseile aus der Hauptstadt hinzukam, sowie mit der Hilfe einer Anästhesistin und eine OP-Schwester. Sämtliches Personal verzichtete auf eine Bezahlung, so dass Qué Chido nur die Kosten für Materialen, Medizin und Aufenthalt im Krankenhaus übernehmen muss. Und das tun wir gerne. Unsere Vorsitzende Jasmin-Soray Klenke war bei der Operation von Luis Alberto dabei. "Es ist einfach wunderbar, dass wir so schnell zusammen für Luis Alberto eine Hilfe gefunden haben. Als ich nach der OP die Geschwulst in der Schale gesehen habe, war mir klar, das es wirklich dringend nötig war!"
