Grundbildung für Straßenkinder
Nach der Alphabetisierungspraxis yo sí puedo für mein Magisterarbeitsprojekt mit Kindern von der Straße im Jahr 2004 war mir eines klar: alle Kinder, egal ob arm oder reich, sind neugierig und wollen lernen. Deshalb sollten auch alle Kinder die Chance dazu bekommen!
Der Masterplan
Der Masterplan ist deshalb folgender: Wir werden mit den Kindern, die im vergangenen Jahr so voller Elan und Motivation Lesen und Schreiben gelernt haben, ein neues Projekt aufbauen. Dabei wird der Schwerpunkt etwas von der inhaltlichen Arbeit der reinen Alphabetisierung abrücken. Ziel soll es sein, eine solide Grundbildung der Kinder zu erreichen, so dass sie für ihre Zukunft die Chance erhalten aus dem Kreislauf von Armut und dem Leben auf der Straße auszusteigen.
Da die Kinder viel Spaß am Gestalten und Mithelfen sowie am Erkunden und Erfahren ihrer Fähigkeiten haben, sollen sie intensiv in den Aufbau des Projektes eingebunden werden. Auch der Unterricht selbst soll sich deutlich an ihren Interessen und Wünschen orientieren.
Da die Neugier der Kinder sehr groß ist besteht keine Gefahr, dass zu wenig gelernt würde. :-) Das Projekt soll, wenn möglich, vom Grundstück der Sprachschule Zamora sowie von der Straße selbst weg und auf das Gelände der Villa Kunterbunt verlegt werden.
Der Vorteil, das Projekt in der Villa Kunterbunt durchzuführen ist der, dass der Unterricht auch während der Regenzeit stattfinden kann. Dies war in der Vergangenheit nicht möglich.
Außerdem wird es den Kindern in der Villa möglich sein, im direkten Kontakt zur Natur zu lernen. Für die meisten Kinder bietet das Projekt die einzige Auszeit von der Arbeit auf der Straße. Raum und Zeit zur Verfügung zu stellen, damit die Kinder ein wenig ihre Kindheit genießen - frei spielen können – ist deshalb für uns genauso wichtig wie der eigentliche Unterricht.
Auch für Bewegung ist gesorgt!!!
Neben dem bewegungstherapeutischen Angebot, dass unser Vereinsmitglied Eileen Ranscht (siehe Kung Fu für Straßenkinder)gerade mit den Kindern entwickelt, wird es natürlich auch in Zukunft am Wochenende Fußballtraining geben. Es stehen zwei Trainer zur Verfügung: Juan Carlos Luna, unser Anwalt, der sich sonst um die rechtlichen Belange der Projekte in Guatemala kümmert und José Celada Lara, der selbst Profi-Fußballer in Guatemala ist und ein großes Herz für Kinder hat.
Das Ziel hierbei ist die Schaffung eines integralen Grundbildungsprogramms, dass sich innerhalb der nächsten drei Jahre zu einem Schulprojekt entwickelt.
