Qué chido e.V. - Verein zur Linderung der Kinderarmut in Lateinamerika

Chimachoy

Ort: Chimachoy

Gemeinde: San Andrés Itzapa

Regierungsbezirk: Chimaltenanago

Ethnischer Hintergrund: Maya Kaqchikel

Sprachen: Kaqchikel und Spanisch

Einwohner: 546

Schüler im Projekt: 24

Das Projekt soll der gesamten Gemeinde zugute kommen.

 

Chimachoy ist nur 2 km von Chicazanga entfernt.

Auch hier sind die Bewohner Abkommen der Mayas und werden Maya Kaqchikel genannt.

Im allgemeinen wird sich in Spanisch unterhalten, denn nur die ältere Generation spricht noch Kaqchikel.

Wie auch in Chicazanga ernährt sich die Bevölkerung durch die Landwirtschaft.

Und auch die Kinder müssen alle mithelfen, das Familieneinkommen zu sichern.

In Chimachoy besuchen sogar nur 4 Mädchen die Schule, weil die anderen ihren Müttern im Haushalt helfen müssen.

Und so verlieren diese Familien, die ihre Kinder zur Schule gehen lassen, natürlich das Einkommen, das die Kinder erwirtschaften.

Deshalb ist es notwendig, dass zusätzliche Lehrkräfte bereitstehen, um diesen Kindern zumindest die Grundlagen der schulischen Ausbildung näher zu bringen.

Damit sich überhaupt eine Möglichkeit der weiteren Fortbildung ergibt, wurde in Chimaltenago das Instituto de Telesecundaria gegründet.

In diesem Institut besteht eine Weiterbildung aus offiziellen Lehrvideobändern, die von der Schulverwaltung hergestellt werden.

Laura Vasquez de Back unterstützt das Vorhaben, auch in Chimachoy ein Instituto de Telesecundaria zu gründen. Obwohl dies von der Schulverwaltung grundsätzlich erlaubt wurde, erfährt dieses Projekt von der guatemaltekischen Regierung keine bzw. nur wenig Unterstützung.

Letztlich werden Spenden benötigt, um eine Schule samt der Einrichtung und Unterrichtsmaterial zu finanzieren. Und auch die Lehrer wollen bezahlt werden.

Bislang werden die Räume der Grundschule Escuela Rural Mixta in Chimachoy mitgenutzt.

Das Unterrichtsmaterial samt den Videolehrbändern wurde von den Studenten, aber auch von Delia del Monte selbst gekauft.

Es ist für Laura sehr schwer zu unterrichten, weil sie gleichzeitig mehrere Funktionen ausübt, wie z.B. Direktorin, Lehrerin oder Sekretärin.

Zudem wird ihr Gehalt nur zu einem Teil von der Gemeinde finanziert, den anderen muß sie selbst beisteuern.

Durch diese Unterstützung sind die Kinder sehr euphorisch geworden, weil sie ihre Chancen, die ihnen geboten werden, erkennen und auch nutzen wollen. Und alles, obwohl sie erst früh am Morgen auf dem Feld oder im Haushalt arbeiten müssen und dann ab 12.30 Uhr mittags der tägliche Unterricht beginnt.

Wie arbeitet das Instituto de Telesecundaria?

In Guatemala gibt es das Instituto de Telesecundaria seit 1998.

Es gibt mittlerweile bereits 409 solcher Einrichtungen im gesamten Land.

In Chimachoy selber ist eine Junior High School geplant, die in den ersten 3 Jahren besucht wird. Danach kann die Senior High School für weitere 3 Jahre besucht werden. Allerdings befindet sich diese in Chimaltenango und um die tägliche Fahrerei zu umgehen, wird versucht, mit genügend Schülern eine solche Einrichtung in Chimachoy zu schaffen.

Für jedes Schulfach (Spanisch, Mathematik, Erdkunde, Geschichte, Biologie, Physik, Chemie und Englisch) gibt es Videolehrbänder. Jede Klasse erhält, bevor ein solches Lehrband gezeigt wird, eine Einführung zu diesem Thema. Der Klassenlehrer erklärt dieses dann und wird häufig auch als Grundlage zu einer Diskussion genutzt. Dazu gibt es dann Aufgaben, die z.T. in der Gruppe gelöst werden müssen oder auch eben als Hausaufgabe.

Laura und ihre Schüler sind den Menschen, die sie unterstützt haben, sehr dankbar, das dafür das notwendige Unterrichtsmaterial angeschafft werden kann.

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