Qué chido e.V. - Verein zur Linderung der Kinderarmut in Lateinamerika

Nachhaltiges Lernen - Ein Workshop für Lehrer der Escuela Integrada del Niño del Trabajador


Qué Chido e.V. Vorsitzende Jasmin-Soray Klenke und Spezialistin in Sachen Lernen gab vom 13. bis 17. November eine Lehrerschulung zum Thema: Wie Kinder Lernen.

An dem Workshop in der Schule für Arbeiterkinder im Chajón, einem der ärmsten Viertel von Antigua Guatemala nahmen 6 Lehrer von 1. bis 6. Klasse teil.

Leider ist Grundbildung in Guatemala noch immer nicht für alle Kinder zugänglich. Besonders Kinder aus armen Familien haben es aus verschiedensten Gründen schwer. In einigen Fällen können oder wollen die Eltern kein Geld für die Schulbildung der Kinder ausgeben, in anderen Fällen erschwert einfach die fehlende Erziehung durch die Eltern den Aufenthalt der Kinder in der Schule. Die Escuela Integrada im Chajón ist ein Sozialprojekt, das versucht auch den ärmsten und schwierigsten Kindern eine Grundbildung zu ermöglichen.

Lehrer zu sein in Guatemala ist kaum zu vergleichen mit dem Beruf des Lehrers in Deutschland.

Lehrer werden in Guatemala extrem schlecht bezahlt, sie verdienen normalerweise nur Mindestlöhne von ca. 1500 Quetzal, also 150 Euro monatlich und sind dabei von morgens um 8 bis nachmittags um 17Uhr in der Schule. Auch die Ausbildung der Lehrer, bevor sie unterrichten dürfen ist keinesfalls vergleichbar mit der deutschen Ausbildung. Viele Lehrer beginnen zu unterrichten, wenn sie 22 oder 23 Jahre alt sind. In der Grundschule unterrichten sie alle Fächer ihrer Klasse.

Insgesamt führt das dazu, dass gerade die jungen Lehrer schnell überfordert sind, wenn sie einen “Problemfall“ in der Klasse haben. Generell gibt es gerade unter Lehrern eine große Zahl, die selbst enorme Probleme mit der Spanischen Rechtschreibung haben. Oftmals werden diese Probleme damit überspielt, dass „Lehrer“ gerade nicht aufmerksam war.

Im Workshop zum Thema „Wie Kinder lernen“ haben sich die Lehrer der Escuela Integrada unter Anleitung von Jasmin-Soray Klenke damit auseinander gesetzt, welche Faktoren und Verhaltensweisen dem Lernen an sich zuträglich sind, und welche nicht. An ganz alltäglichen Problemen haben sie alternative Handlungsmöglichkeiten ausdiskutiert. Mit besonderem Interesse widmeten sich die Teilnehmer den Modellen die aus dem Dissertationsprogramm von Jasmin Klenke stammen.

Ingesamt brachte der Workshop viele neue Erkenntnisse auf beiden Seiten. „Auch ich habe einiges von den Lehrern lernen können“, sagte Jasmin Klenke in einem Interview.

Für Januar 2007 ist nun ein weiterer Workshop geplant.

 

 
 
 
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